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DRenta Deutschlandrente® - News und Berichte
Zu Jahresbeginn sah es zunächst nach einem etwas ruhigeren Jahr aus, mit der Erwartung, dass man die Pandemie bald hinter sich lassen könne und alles wieder in normaleren Bahnen verlaufen könne. Die Energiepreise sind auf einem hohen Niveau, jedoch zeigten die Terminmärkte anfangs für die zweite Jahreshälfte bereits wieder fallende Preise, und stimmte damit die Börsen für die Konjunktur recht optimistisch. Mit dem Einmarsch Putins in die Ukraine wurden alle Vorhersagen über den Haufen geworfen. Die Energiepreise zogen nochmal an und befeuern die Inflation, die sich inzwischen auf nahezu alle Produkte und Dienstleistungen ausweitet, weiter an. Je mehr Sanktionen die EU gegen Russland erlässt, umso unwahrscheinlicher werden niedrigere Energiepreise. Dies wirkt sich immer mehr auch auf die Wirtschaft aus, man muss aufpassen, dass aus einem geplanten Wirtschaftswachstum nicht eine Rezession wird. Dies stellt auch die Europäische Zentralbank mit ihrer bislang sehr lockeren Geldpolitik vor ein Dilemma. Eine weitere Untätigkeit würde die Inflation in den Galopp versetzen, eine zu starke Zinsanhebung wiederum der Wirtschaft stark zusetzen. Staatliche Finanzhilfen sind auch begrenzt, nachdem aufgrund der Pandemie bereits ein riesiger Schuldenberg aufgebaut wurde.
Zu Jahresanfang kamen die Technologiewerte aufgrund von Zinserhöhungsängsten unter Druck und gaben teils zweistellig ab, gleichzeitig gab es ein Comeback von etwas defensiveren Dividenden-Werten und Value-Titeln. Im Anleihebereich kam es ebenfalls weltweit zu Verlusten, mit Ausnahme von inflationsgeschützten Anleihen, die teilweise Gewinne erzielten bzw. die Verluste begrenzen konnten. Sehr gut liefen die Rohstoffmärkte und Energiemärkte, zunächst angeschoben durch Erholungseffekte nach der Corona-Pandemie, gefolgt durch Lieferängste infolge der Russland-Sanktionen. Gold und US-Dollar konnten ebenfalls zulegen.  

Wie geht es in der Zukunft weiter? Das ist schwer zu beurteilen. Die Unsicherheiten an den Märkten haben zugenommen. Trotzdem haben sich die Aktien vergleichsweise gut gehalten, ein richtiges Schnäppchenniveau hat sich bislang nicht ergeben. Hohe Energie- und Rohstoffpreise, gestörte Lieferketten lassen die Wirtschaft stagnieren, steigende Zinsen bremsen ebenfalls. Mit einer geschickten Streuung kann man Risiken begrenzen, eine gezielte Selektion ist zur Renditeerzielung notwendig, dies sind allgemein gute Zeiten für aktive Vermögensverwalter. Man braucht also nicht an der Seitenlinie warten bis die Krisen vorbei sind, sondern kann auch in diesen Zeiten weiter investieren, es muss ja nicht gleich All-in sein.
Die Deutschlandrente mit ihren 105 Werten konnte sich als reines Aktienportfolio nicht von der Krisenstimmung entziehen und musste nach dem zwischenzeitlichen All-Zeit-Hoch im ersten Quartal einen Verlust von 10,0 Prozent in Kauf nehmen. Die risikoreduzierte Deutschlandrente Balance musste 7,9 Prozent abgeben, die Anleiheverluste konnten nur bedingt zur Verlustbegrenzung des Portfolios beitragen. Für das Jahr 2022 wird mit Rekorddividenden von über 50 Milliarden Euro im Dax gerechnet. Traditionell gehört Siemens zu den ersten Dividendenzahlern des Jahres. Als Fels in der Brandung zeigt sich die Allianz, die bereits zum siebten Mal in Folge die Dividende auf nunmehr 4 Milliarden Euro angehoben hat, auch BASF ist mit einer Dividendenrendite von über 5% attraktiv. Eine Neuerung gab es 2021 im Deutschen Aktienindex DAX, der nunmehr auf 40 Werte aufgestockt wurde, auf die Deutschlandrente mit rund 100 Titeln hat dies keine Auswirkungen.

Ebenfalls auf Verschnaufpause ist die globale Variante, die Schwedenrente mit mehr als 5000 Titeln, sie verlor im ersten Quartal 4,6 Prozent. Ein Wert in den investiert wird, ist neben den Corona Gewinnern wie Microsoft und Amazon u.a. das chinesische Freizeit-Sport-Unternehmen Anta Sports, das wohl nur wenige kennen. Weitaus bekannter sind die Marken des Konzern, wie die Golf- und Tennisschläger von Wilson, Fila Sportmode, die Suunto Fitnessuhren, die Outdoormarke Salomon und die Skimarke Atomic, die durch die olympischen Spiele einen Schub bekommen könnte, wenn dadurch Wintersport in China an Popularität gewinnt.
Wir rechnen mittel- bis langfristig trotz des derzeit schwierigen Umfeldes mit Kursgewinnen an den Märkten. Wir rechnen in diesem unsicheren Umfeld aber dennoch weiter mit größeren Schwankungen. Da heißt es Nerven bewahren, denn unruhige Märkte bieten immer wieder gute Möglichkeiten zum günstigen Einstieg, Geduld führt zum Erfolg.

Die 10 größten Positionen der Deutschlandrente via Indexfonds sind derzeit:
SAP: Aufgrund guter Geschäftszahlen konnte der weltweit führende Anbieter für Unternehmenssoftware und Clouddiensten erneut die Dividende erhöhen, auf 2,45Euro.
Siemens, Siemens Energy: Der Technikkonzern mit seinen Bereichen Industrie, der abgespaltenen Healthineers, Infrastruktur, Energie und Financial Service gehört zu den zuverlässigen und großzügigen Dividendenzahlern und hat 4,00Euro je Aktie ausgeschüttet.
Airbus: Der deutsch-französische Luft- und Raumfahrtkonzern liefert sich seit Jahren einen erbitterten Wettbewerb um die Spitzenposition mit Boeing.
Allianz: Deutschlands größter und bekanntester Versicherer ist zudem aktiv in der Vermögensverwaltung und im Fondsgeschäft. Die Allianz gehört seit Jahren mit über 4% Dividendenrendite zu den attraktivsten Dividendenzahlern.
Deutsche Telekom: Der Hype und anschließende Fall hängen der "Volksaktie" immer noch an. Inzwischen zum zuverlässigen und attraktiven Dividendenzahler herangewachsen. Besitzen mit der T-Mobile US zudem eine attraktive Wachstumsstory.
BASF: Eins der führenden Chemieunternehmen der Welt, steigert Jahr für Jahr die Dividende. Öl und Gas Bereich könnte an Börse gebracht werden, Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Schmerzmittel Ibuprofen.
Puma: Wurde von Rudolf Dassler, dem Bruder des Adidas Gründers Adi Dassler, 1948 in Herzogenaurach gegründet, und steht mit diesem quasi Haustür an Haustür seitdem im Wettberwerb im Sport- und Modebereich.
Daimler: Der Luxus-Autobauer hat die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft, der Umbau des Konzerns in das Elektro-Zeitalter ist im vollen Gange, zahlreiche neue innovative Produkte sind in der Pipeline und sollen dem Elektropionier Tesla harte Konkurrenz machen.
Linde: ist in den Bereichen Industriegase und Engineering in über 100 Ländern tätig. Das Unternehmen produziert Industriegase, die anschließend in verschiedenen Bereichen wie dem Energiesektor, der Strahlproduktion, der Chemieverarbeitung, dem Umweltschutz oder medizinischen Therapien zum Einsatz kommen. Viel Fantasie durch LNG und Wasserstoff-Antriebstechnik. Seit der Fusion mit Praxair ist der Firmensitz in Dublin.
Die 10 größten Positionen der Schwedenrente via Indexfonds sind derzeit:
Microsoft, Apple, Alphabet (Google), Amazon, Facebook, Tesla, Taiwan Semiconductor, Nvidia, JPMorgan, Johnson & Johnson
In unserem Blog schreiben wir regelmäßig kurze Berichte zu den Unternehmen in die die Deutschlandrente bzw. Schwedenrente via Indexfonds investiert ist.
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